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HeavenShallBurn am 2.8.2005 2:30:31 (28449 mal gelesen)
Seite der Woche [Kanak Attak]
Seite der Woche - Kanak AttakSeite der Woche
Kanak Attak
Sie verkommt, langsam aber sicher verkommt sie: Unsere deutsche Kultur. Bewegungsspastiker, Sprachkrüppel und Evolutionsbremsen schwärmen auf geradezu wunderhübschen Präsenzen im Internet von dem "American Way of Life".Damit ist nicht etwa der Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär gemeint, sondern die Mutation vom unterbelichteten Bildungsverweigerer zum "Motherfucking PIMP", der mit seinem glänzenden Ferrari durch die Bronx "cruist" und von seiner schlimmen Kindheit stottert. Hinzu kommt erhöhter Drogenkonsum und eine steigende Kriminalitätsrate. Schließlich will man dem großmedial propagierten Vorbild "Gangsta aus der Hood" möglichst nahe kommen. In einer Art "Vernichtungskrieg" wird der tugendhafte Jungspund immer häufiger durch Menschen mit unterdurchschnittlich kognitiver Fähigkeit ersetzt. Als neutrale Dokumentationsquelle gelang es StopHipHop.de ein Musterbeispiel des Klischee-Rappers aufzutreiben, um diese These zu untermauern.

Ein Meisterwerk der Orthographie, der deutschen Sprache und übersichtlicher Schrifttypen – dies ist quasi ein Synonym für unser neues Fundstück, das über einige kreative Namen verfügt ("Kanak Attak", "Westside") und mindestens noch mal über doppelt so viele verfügen könnte. "Einsamer sucht Einsame zum Einsamen" wäre zum Beispiel eine Möglichkeit - zumindest den "coreccten" Kontaktanzeigen der Homies auf der vorgestellten Webpräsenz. Aber gut, gehen wir genauer auf das Kunstwerk unseres leicht selbstdarstellerischen Picassos und professionellen Webdesigners ein.
Vorweg: An Epilepsie scheint unser orthographiemassakrierender Vorstadtgangster nicht zu leiden. Wie sollte er auch, wenn er eine Seite erschafft, auf der so ziemlich alles, was blinken kann, in den unmännlichsten Farben und einer ungewohnt harten Penetranz aufleuchtet? Wahrscheinlich hat er den Checker-Begriff "Bling Bling" zu ernst genommen (s. Screenshot). Dies soll ebenso eine Warnung an alle Schaulustigen sein, die epilepsiegefährdet sind.
Der Inhalt befasst sich größtenteils mit (wie könnte es bei einem narzisstischen Jüngling anders sein?) Selbstportraits. Bilder von ihm, Bilder vom ihm und seinem Joint, Bilder von ihm und einer Pistole, sowie Bilder von ihm mit seinen "FELLAAAZzZzZ". Komischerweise sind seine gesamten Homies solo! Man beachte die Zeilen unter bzw. neben den Bildern, die grundsätzlich die vier Wörtern "ist noch zu haben" zieren.
Verwunderlich, wirklich verwunderlich. Die einzig mögliche Erklärung für diesen singletypisch hohen Taschentuchverbrauch kann nur sein, dass sich unsere Anabolika-Checker lieber zu Hause hilfs illegaler Medikamente, Betäubungsmittel oder vor dem Fernseher mit Spielen des türkischen Fussballvereins Fenerbahce Istanbul die Zeit vertreiben. (
"Fener ist mein ein und allessss ich würde mein leben gebenn für FENERBAHCEEEEEE"). Dass sie mal rausgehen, ist eigentlich unvorstellbar - aus Furcht, auf der Straße wieder von Groupies (und Biatches) besprungen zu werden, die einem zum Austausch körperlicher Flüssigkeiten - sofern vorhanden – zwingen würden. (
Anm. des Korrektors: Bei Rauch handelt es sich nicht um eine Flüssigkeit!). Fragwürdig ist auch die Sexualität unseres Helden: Unter einer (natürlich auch blinkenden) Grafik namens "Playboy Bunnie" befindet sich eine wirre Bildersammlung seines "Brotherzzz" und seines "Stecher"-Freundes.
Jedoch gibt es einen Lichtblick am Ende des (Homepage-)Tunnels. Zwischen den vielen wahnsinnig hochwertigen Informationen lassen sich Aussagen wie
"weitere bilder kommen noch !!! nur geduld haben hehehe" und
"Bin noch dabei diese seite zu gestallten habt etwas geduld und ihr seht dann auch die seite FELLAAAZzZzZ CLuB 2 ;)" herauskristallisieren. Bleibt nur zu hoffen, dass unser Vorzeige-Gangsta mit "umgestalten" "löschen und Bilder aussortieren" meint. In diesem Sinne viel Spaß beim Beäugen. Vielleicht fragt sich auch der eine oder der andere Leser, warum die Eltern ihre Kinder nicht mehr prügeln dürfen.
→ Kanak Attak: Angriff auf die Augen