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Holy Twilight am 7.8.2005 16:45:44 (17877 mal gelesen)
Von Reifen und Unreifen
Von Reifen und Unreifen - Bushido in Linz verhaftetVon Reifen und Unreifen
Bushido in Linz verhaftet
Wie die Oberösterreichischen Nachrichten in ihrer Samstagausgabe berichten, sitzt der ehemalige Aggro-Berliner in Untersuchungshaft. Zusammen mit zwei Leibwächtern soll er vor einer Woche einen 20-jährigen Linzer bis zur Gehirnblutung und Schädel-Hirn-Trauma geschlagen haben. Angeblich verdächtigte der Rapper den Österreicher, die Reifen seines 7er-BMW zerstochen zu haben.Auf einer Hip-Hop-Veranstaltung in Linz soll sich das Opfer am Bushidos Auto vergriffen haben. Augenzeugen berichten von einem wütenden Anis Ferchichi (Bushidos bürgerlicher Name), der mit seinen beiden Leibwächtern einen Verdächtigen mit Fußtritten gegen Kopf und Körper krankenhausreif geprügelt haben soll. Angeblich zerschmetterte sogar einer der Bodyguards eine Glasflasche auf dem Kopf des mutmaßlichen Reifenstechers. Pfandverschwendung, wie sich herausgestellt hat: Der mittlerweile auf der Intensivstation liegende Linzer hatte mit Bushidos BMW ähnlich wenig am Hut wie Ottfried Fischer mit Hula-Hoop-Reifen. Der Rapper weist jede Schuld von sich.
Dennoch stufen Ärzte den Zustand des Verletzten als lebensgefährlich ein. Sollte dem selbstbetitelten Gangsta eine Schuld nachgewiesen werden, droht ihm ein Ausflug in den Knast, wo er seine angebliche Härte unter Beweis stellen kann. Wilden Spekulationen zufolge freuen sich bereits einige Sträflinge auf ein frisches
"tightes Arschloch". Einige andere Fans fordern:
"Man soll ihm (Bushido) noch eine Chance geben! nach 10 jahren Haft!!!" Selbstverständlich distanziert sich StopHipHop.de von solchen Äußerungen und wünscht Bushido auf keinen Fall das Gefängnis. Das Niveau der Strafvollzugsanstalten sollte schließlich nicht noch weiter nach unten gezogen werden.
Eine offizielle Stellungnahme auf der
Webseite des Rappers steht noch aus. Dort heißt es lediglich:
"Die für den 05.08.2005 [...] angesetzte Autogrammstunde [...] muss leider ausfallen. Bushido ist aus gesundheitlichen Gründen ans Bett gefesselt. [...]" Typisch Österreicher! Statt nur Handschellen anzulegen, binden sie die Verdächtigen gleich ans Bett. Wie lange Bushido in dieser horizontalen Lage bleibt und ob er demnächst einen staatlich subventionierten Sitzplatz unter Gangsterkollegen spendiert bekommt, wissen wir noch nicht. Aber wir halten euch am Laufenden.
Quellen:
ooe.orf.at,
nachrichten.at,
derStandard.at,
www.kingbushido.de.