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Geschrieben von NoUse am 18.11.2007 13:18:59 (10486 mal gelesen)
Reingehört - NightwishReingehört - Nightwish
Reingehört - Nightwish
User-Meinung zum Album "Dark Passion Play"
Einige Besucher wissen es bereits: Wir haben neuerdings einen Forumbereich namens "Reviews", in dem die User ihre Lieblingsalben der breiten Öffentlichkeit vorstellen und besprechen dürfen. Um ebendiesem Review-Bereich zu mehr Popularität zu verhelfen, veröffentlichen wir in unregelemäßigen Abständen die am besten geschriebenen Plattenkritiken. Heute fangen wir mit der Rezension der neuen Nightwish-Platte an, geschrieben vom User NoUse.
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Natürlich muss ich bei einer Rezension zum neuen Nightwish-Album zunächst von Tarja sprechen. Die stimmgewaltige Sängerin wurde angeblich wegen ihrer Starallüren 2005 aus der Band geworfen und die darauffolgende Suche nach einer Nachfolgerin dauerte sehr lange, weil die Band die perfekte neue Sängerin finden wollte.
Ob diese Suche erfolgreich war, können die Fans nun durch den neuen Longplayer Dark Passion Play selbst beurteilen. Musikalisch gibt sich der Silberling in den gut 75 Minuten Laufzeit keinerlei Blöße. Der Symphonic-Metal der Band klingt pompös und bombastisch wie eh und je. Vor allem der fast 14 Minuten andauernde Opener The Poet and the Pendulum vereint alles, was die Band bekannt und beliebt gemacht hat. Ausufernde Instrumental-Parts, große Melodien, zahlreiche Tempo- und Rhythmuswechsel, ein Chor, eine Menge Instrumente und so weiter und so fort - dieses Epos brennt ein unglaubliches Soundfeuerwerk ab.
Andere Titel, wie das darauf folgende Bye Bye Beautiful, das sich textlich mit dem Ausstieg von Tarja beschäftigt (so meine Interpretation), geht härter zur Sache als der erste Song. Auch Master Passion Greed bietet puren Metal mit harten Riffs und dem exzessiven Gebrauch der Double Bass. Sahara gehört ebenfalls zu den härteren Stücken. Andere Titel, vor allem Eva, die erste Single-Auskopplung, sind deutlich ruhiger gestaltet worden. Eva ist eine reinrassige traurige Ballade, die sich nach und nach steigert. Ähnlich aufgebaut ist der Schlusstitel Meadows of Heaven, allerdings wurde hier das Finale deutlich bombastischer gestaltet. Die größten Überraschungen verbergen sich hinter The Islander, das komplett akustisch komponiert und eingespielt wurde, sowie dem darauffolgenden Instrumentalstück Last of the Wilds, das mit einem Folk-Einschlag aufwartet. |
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So sieht das Album-Cover aus.
Tracklisting:
1. - The Poet and the Pendulum
2. - Bye Bye Beautiful
3. - Amaranth
4. - Cadence of Her Last Breath
5. - Master Passion Greed
6. - Eva
7. - Sahara
8. - Whoever Brings the Night
9. - For the Heart I Once Had
10. - The Islander
11. - Last of the Wilds
12. - 7 Days to the Wolves
13. - Meadows of Heaven
Zusätzlich findet sich auf der japanischen Ausgabe des Albums ein Bonustrack mit dem Namen The Escapist. Desweiteren ist eine Collector's Edition der Platte erhältlich, die mit zwei CDs daherkommt und alle 13 Songs auf dem zweiten Silberling in einer Instrumental-Version enthält.
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| Musikalisch gibt es - wie schon gesagt - gar nichts zu bemängeln. Die Produktion stimmt, die Arrangements wurden aufwändig gestaltet und der Bombast, der aus den Boxen tönt, kratzt nur ganz ganz selten an der Grenze zum Kitsch - wie zum Beispiel am zu zuckersüßen Einstieg von For the Heart I Once Had. |
Die wichtigste Frage jedoch lautet: Wie klingt der Gesang? Schafft es die neue Frontfrau Anette Olzon, den Titeln ihren eigenen Stempel aufzudrücken? Meine Meinung: Ja, das schafft sie. Zwar klingt ihre Stimme definitiv nicht so einzigartig wie die von Tarja, doch was ihr Stimmvolumen angeht, braucht sie sich sicherlich nicht zu verstecken. Anette singt mit viel Herz und Leidenschaft und schafft es, ihre Stimme zu variieren. Mal flüstert sie ins Mikro, um dann kurze Zeit später sehr kraftvoll zu singen.
Ich muss sogar zugeben, dass mir ihr Timbre deutlich besser gefällt als das ihrer Vorgängerin, die ich mir nie auf Albumlänge anhören konnte, ohne irgendwann von ihrem Gesang genervt zu sein. Bei Anette passiert mir das nicht. Anette ist es, die Amaranth zu einem Ohrwurm macht oder dafür sorgt, dass Cadence of Her Last Breath einen großartigen Refrain besitzt.
In den härteren Parts singt übrigens Bassist Marco. Eine weise Entscheidung, wie ich finde. Denn seine aggressive Stimme passt besser zu den heftigeren Stücken. Dass er auch singen kann, beweist er allerdings überdeutlich auf The Islander.
Fazit? Mir gefällt das Album außerordentlich gut. Die musikalische Untermalung ist aufwändig gestaltet, besitzt sehr viel Abwechslung, wurde professionell produziert und schafft den Spagat zwischen Härte und Bombast mit Bravour. Die neue Stimme dürfte für langjährige Fans sehr gewöhnungsbedürftig sein, doch mir gefällt sie wie gesagt besser - auch wenn ich da sicher nicht so viel Zustimmung finden werde. Egal, das Album ist in meinen Augen auf jeden Fall sein Geld wert - zumal in der Collector's Edition auch noch eine Bonus-CD mit allen Songs als Instrumentalversionen enthalten ist.
Wie hat euch diese Albumbesprechung gefallen? Oder wollt ihr vielleicht selbst ein paar Worte zum Album loswerden? Diskutiert hier darüber!
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| Stormtrooper |
Re: Reingehört - Nightwish |
 Ober-PIMP
Mitglied seit: 11.11.2005 Beiträge: 228 Wohnort: Düsseldorf
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Sehr gut geschrieben und nachvollziehbar.
Absolut gelungenes Review.
@Ingrimmsch Seit wann bist Du von äußerlichen Reizen beeinflussbar.^^
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"Glücklich sind jene, die Taten vollbringen, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden, oder Schriften verfassen, die es wert sind, gelesen zu werden."
Plinius, der Ältere |
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| »22.11.2007 20:28 |
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Dem krasse Zitat (und so)
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"Über 3 Millionen Menschen in Deutschland hören Hip-Hop. Schreib dich nicht ab, lern reden und gehen." - AnTi, Moderator von StopHipHop.de
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